Pforzheim ist Schlusslicht bei der Kinderbetreuung

Pressemitteilung der Piratenpartei Pforzheim-Enzkreis

 

Pforzheim ist Schlusslicht bei der Kinderbetreuung

 
Ab dem 1. August dieses Jahres besteht in Deutschland für jedes Kind unter drei Jahren ein Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz. Ist Baden-Württemberg bereits bundesweit Schlusslicht bei der Kinderbetretung [1], so wird dieser Negativrekord in Pforzheim noch unterboten. Hier wird , wie die Präsidentin des statistischen Landesamtes Baden Württemberg, Dr. Carmina Brenner, heute in einer Pressemitteilung bekannt gab, nach vorläufiger Berechnung eine Betreuungsquote von gerade einmal 16 Prozent erreicht. [2]

»Wenige Wochen vor Inkrafttreten des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz scheint Pforzheim weder willens noch in der Lage zu sein, diesen zu erfüllen. Dass ausgerechnet in Pforzheim der größte Rückstand bei den Krippenplätzen besteht, ist für mich nicht nachvollziehbar. Trotz der angespannten Finanzsituation hätte die Stadt in den vergangen  Jahren eine höhere Priorität auf den Ausbau der Kinderbetreuung legen müssen«, so Holger Reichert, Bundestagskandidat der Piratenpartei in Pforzheim und dem Enzkreis.
Er fügte hinzu »Statt sich drauf zu konzentrieren, den Rechtsanspruch ab dem 1. August zu gewährleisten, werden Kommunen wie Pforzheim von der Landesregierung mit dem Problem allein gelassen – um ihnen am Ende die Schuld an den katastrophalen Zuständen bei der Kleinkinderversorgung zuweisen zu können.
Die Piratenpartei fordert die Landessregierung und den Oberbürgermeister der Stadt Pforzheim, Gert Hager, auf, alle Anstrengungen zu unternehmen, um die Betreuung von Kleinkindern in der Stadt Pforzheim zu verbessern.«
Die Piratenpartei setzt sich in ihrem Wahlprogramm [3] zur anstehenden Bundestagswahl für einen Rechtsanspruch von Kindern auf einen Betreuungsplatz vor dem dritten Lebensjahr ein. Weiter hat sich die Partei für kostenfreie Betreuungs- und Bildungsangebote über kommunale Grenzen hinweg ausgesprochen. In diesem Sinne kann auch die Versorgungsquote von 29 Prozent im Enzkreis nur eine Etappe auf dem Weg hin zu einer flächendeckenden Versorgung sein.

 


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